umfasst alle Vorgänge, die Nährstoffe in Energie und Baustoffe für Wachstum, Leistung und Erhaltung des Körpers umwandeln. Er wird stark von Fütterung, Alter, Aktivität und Gesundheitszustand beeinflusst.
Der individuelle Energiebedarf hängt ab von Ruhebedarf, Bewegung, Temperament, Alter, Trächtigkeit und Laktation. Freizeitpferde, Sportpferde und Zuchtstuten benötigen sehr unterschiedliche Energiemengen, weshalb die Futterration angepasst werden muss.
Pferde sind Pansenlose Herbivoren mit Bedarf an strukturreicher Faserzufuhr; Heu und Gras sollten die Basis der Ration bilden. Konzentratfutter (Kraftfutter) liefert schnell verfügbare Energie, darf aber nicht die Faserzufuhr verdrängen, um Verdauungsstörungen zu vermeiden.
Die Hauptverdauung von Zellulose und anderen Fasern erfolgt durch mikrobiellen Abbau im Blinddarm und Grimmdarm (Hindgut), wobei flüchtige Fettsäuren (Acetat, Propionat, Butyrat) als Energiequellen entstehen. Starke Fütterung mit leicht verdaulichen Kohlenhydraten kann die Mikrobiota stören, Gärungsprozesse verändern und zu Durchfall oder Koliken führen.
Glukose wird im Blut relativ stabil gehalten; Insulin reguliert die Aufnahme von Glukose in Gewebe und Speicheraufbau. Störungen wie Insulinresistenz oder Equines Metabolisches Syndrom (EMS) zeigen sich durch erhöhte Insulinantworten auf zuckerreiche Rationen und erhöhen das Risiko für Hufrehe.
Die Leber ist zentral für Glukoneogenese und Glykogenspeicherung; Muskeln nutzen Glukose und Fettsäuren für Leistung und Regeneration. Fettgewebe dient als Energiespeicher und hormonell aktives Organ, das bei Übergewicht Entzündungsprozesse und metabolische Dysbalancen fördern kann.
Wichtige Probleme sind Adipositas, Insulinresistenz, EMS und daraus resultierende Hufrehe; zudem können Stoffwechselstörungen bei Trächtigkeit oder Alterungsprozessen auftreten. Plötzliche Futterumstellungen, zu viel Kraftfutter oder mangelnde Bewegung erhöhen das Erkrankungsrisiko.
Füttern Sie vorwiegend faserreich und rationieren Sie Kraftfutter je nach Bedarf; kleine, häufige Mahlzeiten unterstützen stabile Fermentation und Blutzucker. Regelmäßige Gewichtskontrolle, angepasste Bewegung, langsame Futterumstellungen und bei Risikopferden zuckerreduzierte Rationen sind zentrale Maßnahmen.
Beobachten Sie Körperkondition, Hufzustand und Leistung; bei Verdacht auf metabolische Probleme sind Blutuntersuchungen (Insulin, Glukose, Leberwerte) und fachliche Beratung ratsam. Individuelle Anpassung der Fütterung und Managementmaßnahmen sind entscheidend für einen gesunden Stoffwechsel.
Ein ausgewogener, faserorientierter Fütterungs- und Managementplan ist die Grundlage für einen stabilen und gesunden Stoffwechsel beim Pferd.